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Zusammenfassung

Internet: Bedrohung oder neue Chance für Landwirtschaftsbibliotheken? Gedanken zur Veränderung eines Berufsbildes durch den Einsatz Neuer Technologien. In: Mitteilungen der Vereinigung österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare.


Schlieber, H.

2000

Wer sich ein wenig mit der stürmischen Entwicklung der neuen Kommunikations- und Informationstechnologien (KIT) - hier allem voran das Internet mit seinen wichtigsten Diensten e-mail und World Wide Web (WWW) - beschäftigt, wird bald der Illusion verfallen, dass die Neuen Medien allmächtig und allgegenwärtig sind. Zur Illustration stelle man sich den zu Hause am PC sitzenden Benutzer vor, der via Internet mit der Welt kommuniziert, sich seine Informationen selbstständig aus dem Überangebot herausholt, abspeichert oder ausdruckt und an Stelle von gedruckten Büchern seine Literatur im Volltext am Bildschirm liest. Aus diesem Bild des bequemen und stationären, allumfassenden Zugriffes auf Information jeglicher, vor allem multimedialer Art (Text, Zahlen, Grafiken, Audio, Video) sollen nun jene Bereiche und Aktivitäten hervorgehoben werden, die bisher traditionellerweise Bibliotheken vorbehalten waren und welche in der digitalen Spielart des Internet zu einer Bedrohung für die Bibliothekslandschaft und das Berufsbild des Bibliothekars geraten könnten, sofern man nicht Gegenmaßnahmen ergreift. Dies soll am Beispiel der Bibliothek der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft (AWI) anhand von typischen Fragestellungen unserer Leser, geschehen, indem das Für und Wider, und zwar die jeweiligen Stärken des Internet (= kontra Bibliothek) einerseits und einer Fachbibliothek (= pro Bibliothek) mit persönlicher Betreuung andererseits einander gegenübergestellt werden.